• Georg

Rette sich wer kann..

...vor einem Burnout! Und Sie können, wenn Sie wollen!


„Burn out“ – mal wieder so eine neue Anglizismus- Vokabel dieser Zeit? Vielleicht so etwas wie „Lean Management“, „Balanced Score Card“, „Future Bonds“?


Schließen Sie Ihre Augen. Sie sehen einen Zahlenstrahl, wie in der Mathematik. Ich frage Sie: „Wo markieren Sie auf diesem Zahlenstrahl Ihr derzeitiges, längerfristiges Wohlbefinden?“ Sagen wir mal – das der letzten 6 Monate.

Bitte prägen Sie sich dieses Kreuzchen, den Punkt, gut ein. Jetzt öffnen Sie bitte wieder Ihre Augen. Der Anfang ist gemacht. Wer von Ihnen hat sein „Wohlfühlkreuz“ bei größer oder gleich 8 gesetzt? Für Sie ist dieser Text belanglos.

Wer von Ihnen hat sein Kreuz, seinen Punkt bei gleich oder kleiner 5 gesetzt? Ihnen empfehle ich von Herzen: Lesen Sie weiter!



Es geht um Ihre Gesundheit, Ihr langfristiges Wohlergehen. Helfende Berufegehören zu den vom Burnout am meisten betroffenen, befallenen. Ärzte, Schwestern, Pfarrer, Lehrer. Diese Spezies ist tief drin in der Gefahrenzone. Die Warnblinker blinken und keiner will sie wahrnehmen.


Lassen Sie sich einmal kurz zu einer atemberaubenden Besteigung des Nanga Parbat in Nepal entführen. Natürlich kurz und nur virtuell: Angenommen Sie sind in bayrischen und österreichen Bergen zu Hause. Kraxeln gehört zu Ihrer Leidenschaft. Es gibt keinen Gipfel, den Sie nicht meisterlich erklommen haben. Auf zu neuen Gipfeln. Warum eigentlich nicht auch mal ein 8.000er? Top fit sind Sie. Mental, körperlich, Ihre Mannschaft steht, die Planung bis ins Detail steht. Die Ausrüstung ist überprüft. Die Tagesrouten stehen. Der Führer ist gebucht. Nun stehen sie da. Angesichts des 8000e Ein bissl mulmig ist Ihnen schon. Nur keine Bange: das gehört dazu. Der Wetterbericht ist perfekt. Sie verlassen das Basislager. Ihr Adrenalin gibt Ihnen die Power eines Reinhold Messner. Alles ist bestens. Sie arbeiten sich im wahrsten Sinne des Wortes dem Gipfel entgegen. Sie wissen, dass die Luft knapp wird. Sie wissen, dass alles bissl langsamer geht. Sie wissen, dass Sie ja auf den Gipfel wollen. Also: weiter, immer weiter. Kurzes Unwohlsein, Reflektionen, Gliederschmerzen werden ignoriert. Sie haben ja den Gipfel vor Augen. Hermann Buhl, der in 1953 den Nanga Parbat, erstmals bezwang, hat uns seine Gefühle geäußert, in dem er sagte: „Ein unwiderstehlicher Drang beflügelt mich, der mir befiehlt, immer Höheres und Schwereres zu wagen, das Letzte herauszuholen“. Plötzlich sind sie da: die Halluzinationen, das Herzrasen, die Starre: nichts geht mehr...


Was hat dieser kurze Ausflug in den Himalaya mit unserem Thema zu tun?? Wie nehmen wir denn Anzeichen von Burn out überhaupt wahr?

Kennen Sie den? Ein Kollege von Ihnen nach 16 Stunden im Dienst sagt zu seiner Sprechstundenhilfe: „Schwester kommen Sie und lassen mich noch schnell das Rezept abzeichnen“. „Aber Herr Doktor, das ist doch das Fieberthermometer“. Darauf der Kollege: „Oh verdammt - wo habe ich jetzt nur den Kuli gelassen?“ Wie also stellen Sie fest, dass Sie ein Burn out Kandidat/In sind? Trotz eines freien Wochenendes mit viel Schlaf beginnen Sie den Montag müde und abgespannt. Es fehlt, - wie so oft - an Energie, an Spannkraft, der Magen rebelliert. Sie schlafen schlecht. Sie wachen häufig auf und schlafen schlecht wieder ein. Der Rücken schmerzt. Höchst konzentriert sind Sie bei der Arbeit und doch passieren immer wieder beinahe Fehler oder tatsächliche. Sie sind mürrisch, für sich und Ihre Umgebung ungenießbar. Wie steht es um Ihre Gesundheit, den Blutdruck, das Cholesterin etc.? Kopfweh?? So weit vielleicht eindeutige aber immer wieder unterdrückte äußere Anzeichen.


Was aber sagt Ihre Seele, Ihr Innerstes? Sind Sie vielleicht lustlos, hoffnungslos, ohne Visionen, Pläne? Grübeln Sie häufig, haben Sie ein Gefühl von innerer Leere? Ist Ihnen vielleicht manchmal so richtig zum Heulen zumute? Kommen sogar manchmal trübe Gedanken, Zeiten der depressiven Stimmung? Stellen Sie immer wieder mal die Sinnfrage? Was sagen Ihre nächsten Mitmenschen, Ihre Frau, Ihr Mann, Ihre Kinder, Ihre Freunde.


Nein, ich spreche bewusst nicht von Kollegen oder Mitarbeitern, weil die es mit Ihnen nicht verderben wollen. Diese üben sich im