• Georg

Frauen an die Macht: Die Weichen neu stellen

Soeben ist er in den Kinos angelaufen: der Film „Die Unbeugsamen", der zeigt, was Frauen in der Ära Kohl leisten und aushalten mussten, die Politik mitgestalten wollten. Eindrucksvoll zeigt er einerseits uns Männern unsere beinahe genetisch ausgelebte Wagenburgmentalität aus prähistorischen Zeiten. Andererseits macht er allen Frauen unserer Gesellschaft Mut, sich auf die Socken zu machen, verdrängte, nie geförderte Talente endlich mit Mut zu Tage zu fördern. Die Gesellschaft braucht Sie, die Frau in ihrer neu definierten Rolle als Gestalterin, Führungskraft und mutigen Pfadfinderin. Auf geht´s!


Frauen im Rückspiegel:

„Warte, bis Du gefragt wirst“

Im Rahmen meiner Coachings erlebe ich immer wieder hochgradig talentierte, weltoffene Frauen, die insbesondere nach der Kinderphase in Orientierungsnöten sind. Sie wissen zwar, was sie nicht wollen, zweifeln aber hartnäckig an der Möglichkeit eines mutigen Neustarts ihres Lebens. „Sei bescheiden Mädel“, „halte dich zurück“, „warte ab, bis du gefragt wirst“ sind nur die Spitzen von Glaubenssätzen, die auch viele Frauen heutzutage immer noch von einer großartigen Entwicklung ihrer versteckten Möglichkeiten abhalten. Zu tief sitzen die Dogmen aus Elternhaus und Gesellschaft vergangener Zeiten, dass DIE FRAU sich bitteschön dem Mann unterzuordnen habe. Das glauben Sie nicht? Ich versichere Ihnen, dass diese Beobachtungen zum täglichen Geschäft gehören und evident sind. Die Folgen liegen auf der Hand. Wahre Schätze an Persönlichkeit, an Wissen, an Zukunftsgestaltung bleiben brach und wollen gehoben werden.


Frauen im Versuchslabor: Bin ich das Kaninchen?

Talkshows, Gazetten, Diskussionen in der Gesellschaft beleuchten fieberhaft das offensichtliche Problem von Frauen, zu wenig Wahrnehmung in unserer männerdominierten Arbeitsgesellschaft zu erfahren. Die Quote ist möglicherweise ein Schrittchen in die richtige Richtung. Sie ist aber so lange nicht der große Wurf, solange eine Vorschrift einer Frau eine Art Vorfahrt einräumen soll. Solange Männer im Arbeitsleben das noch alleinige Sagen in der Führung haben, wird eine Reglementierung weichgespült. Frauen landen in sicherlich wichtigen, aber selten entscheidenden Positionen wie Personal, PR, Marketing etc. Schon mal besser als nix, aber die Mechanismen hinter dieser Lenkung sind subtil.


Meine Klientel: Welche Frauen zu mir ins Coaching kommen


Zwischen Ende 30 bis etwa 50 Jahre alt. Meist sind es akademisch ausgebildete Frauen, etwa Medizin, Jura, BWL. Der Status ist vielschichtig, von der Alleinerziehenden oder in einer instabilen Partnerschaft lebenden einerseits, bis zur gut situierten Familie andererseits. Im Regelfall weisen meine Klientinnen eine rundherum gelungene Schullaufbahn auf, haben studiert, was die Familie empfohlen hat oder was gerade angesagt war. Später folgten drei bis fünf Jahre Karriere, oft weniger aus tiefer Freude am Beruf, sondern weil Frau sich und auch ihrer Familie etwas beweisen wollte. Es fehlte jedoch der Sinn im Sein. Meist ein bis drei Kinder, die nunmehr aus dem Gröbsten raus sind. Und nun? Wie geht es weiter – und dann bearbeiten wir Fragen nach dem (Wieder)-einstieg in den Beruf, Umstieg – oder gänzlich neuen Lebensmodellen.


In dem oben angesprochenen Kinofilm „die Unbeugsamen“ wird aus der Vergangenheit heraus gezeigt, dass Frauen dann bei Männern schlechte Karten haben, wenn sie nach der Macht greifen. Dabei ist Macht doch etwas Gutes. Jeder sollte mächtig sein: klar, ideenreich, visionär und zielorientiert. Wenn Männer jetzt ihr Fett abbekommen haben, insbesondere von einem Mann, ist es an der Zeit, sich auch das Verhalten um die Macht bei Frauen anzuschauen. Wenn Frauen schon im Versuchslabor der Führungsentwicklung sind, muss leider auch konstatiert werden, dass sich Frauen allzu häufig als Versuchskaninchen abspeisen lassen. Doppel- oder gar Mehrfachbelastungen durch Familie, Gesellschaft und Beruf lassen Frauen angesichts relativ zementierter Arbeitszeitmodelle relativ rasch die Fittiche hängen und begnügen sich mit Jobs im Hamsterrad des Labors. Was muss sich verändern? Was müssen Frauen verändern, damit sie aus dem Hamsterrad aussteigen, um ihre bislang unbekannten oder unterdrückten Talente zu ihrem und dem gesellschaftlichen Wohl auszuspielen?


Frauen an die Macht: Steh‘ auf, beweg‘ Dich

Mal abgesehen von der dringenden Notwendigkeit durch demografische Verschiebungen ist es Zeit für „DIE FRAU“, diesen Kinofilm anzuschauen. Und zwar so oft, bis die weiblichen Vorbilder in dem Film aus vergangenen Tagen den Impuls freisetzen, dass FRAU es wirklich heute immer noch schwer hat, nach der Macht, dem Leben von inneren Sehnsüchten, Talenten, Fähigkeiten zu greifen. Dennoch ist die Zeit nicht nur reif, sondern auch da, allen Mut in die Hand zu nehmen und dem amerikanischen Motto zu folgen: „get up and move“ – steh‘ auf und beweg´ Dich.- Frauen wie Petra Kelly, Hildegard Hamm-Brücher, Alice Schwarzer, Ingrid Matthäus-Meyer sind die bewundernswerten Spitzen der Frauenriege in der politischen Vergangenheit, die gezeigt haben, dass sich mit Zivilcourage, Mut und Vertrauen Berge versetzen lassen.


Wie sehen meine Coachings aus: Winziger Einblick für den Ersteindruck